„An Weihnachten muss es etwas Besonderes sein!“, denken sich viele bei der Planung des Weihnachtsmenüs.
Doch wenn dann auch noch für mehrere Personen gekocht werden soll als sonst üblich, kann der gute Vorsatz mitunter zum Desaster werden. Nie vergesse ich jenen Christtag, an dem ich mir eingebildet habe, es muss ausgelöste und gefüllte Kaninchenkeulen geben, im Schweinsnetz gebraten, mit allerlei Beilagen. Hätte mein Mann nicht geholfen, die Keulen zu entbeinen – er ist kein Koch, aber der deutlich geschicktere von uns beiden – hätten unsere Gäste erstmals eine aufgelöste Brigitte in der Küche vorgefunden.
Nicht zuletzt seit diesem Erlebnis lautet mein Motto an den Feiertagen: „schlicht, aber ergreifend!“
Immer geeignet sind Suppen, denn eine gebratene Garnele oder Jakobsmuschel macht schließlich aus dem einfachsten Cremesupperl ein Festessen. Auch Terrinen oder Sülzchen sind super, denn man kann sie schon am Tag zuvor herstellen.
Heuer gibt es Lachsröschen. Dazu verwendet man entweder gebeizten Lachs laut beiliegendem Rezept, oder man greift zu Räucherlachs oder Graved Lachs, die man fertig kaufen kann und nur noch zu Röschen drehen muss.
Auch der Salat in der Mitte – am Foto Fenchelsalat – ist austauschbar. Vogerlsalat ist ebenso passend wie verschiedene Mischsalat. Zum Räucherlachs würde ich einfach Oberskren servieren (für meine Leser im Norden: das ist Meerrettich in geschlagener Sahne).
Doch nun zum gebeizten Lachs:
Für 1 kg Lachs (am besten Bio-Qualität)
mische ich 4 EL grobes Salz
4 EL Zucker
1 Bund Dille, gehackt,
Senfkörner, Pfefferkörnern und Zitronenzesten.
2 EL dieser Mischung kommen in ein Gefäß (zB Bratpfanne), darauf lege ich den Lachs, bedecke ihn mit dem Rest der Mischung, träufle Olivenöl darüber, bedecke ihn mit einer Frischhaltefolie und lasse den Lachs etwa 24 Stunden beizen.
Danach die Beize entfernen, aufschneiden und zu Röschen drapieren.
Guten Appetit!
