Buch des Monats April 2012

Sturz der Titanen – Ken Follet

Klappentext

England. Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie, ist Dienerin im Haus von Earl Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt für die Rechte der Frauen zu kämpfen

Deutschland. Anders als sein konservativer Vater sehnt sich Walter von Ullrich nach einem demokratischen Deutschland. Als Militärattacheé in London verliebt er sich Hals über Kopf in die emanzipierte Lady Maud. Am Tag vor der deutschen Kriegserklärung an Russland heiraten sie heimlich. Aber der beginnende Konflikt reißt die Liebenden auseinander. Russland. Grigori und Lew Peschkow wachsen als Waisen auf. Während der rechtschaffene Grigori zum Revolutionär wird, gelangt sein leichtfertiger Bruder in Amerika zu Reichtum. Doch dann hat Lew keine Wahl, als sich zur Armee zu melden, und kehrt so als Soldat in die Heimat zurück. Drei Länder, drei Familien, deren Schicksale sich kreuzen, während die Schatten des Krieges die Welt verändern.

 

Mein Eindruck:

 

Über 1000 Seiten und dennoch möchte man am Ende, dass es weitergeht – das spricht für sich.

Gut recherchierter Geschichtsunterricht, manchmal ein wenig detailverliebt, ein raffinierter Plot, der am Ende alle Fäden zusammenführt und Personen, die man sich vorstellen kann, ganz egal, ob man sie liebgewinnt, oder sie einem fremd bleiben.

Wer – wie ich – über den ersten Weltkrieg wenig gelernt hat, kann hier, ganz en passant, ein wenig Geschichtsunterricht nachholen und wird verstehen, warum der zweite Weltkrieg nahezu unausweichlich war.

Ein Buch, das Einblick in die Geschichte gewährt und Einsichten möglich macht.